Skulldigger + Skeleton Boy

Ich bin großer Fan von Jeff Lemire und hab auch schon den ein oder anderen Titel aus dem Black Hammer Universum gelesen, auf den vorliegenden Band war ich sehr gespannt. 

Spiral City ist im Würgegriff von Korruption und Gewalt und es scheint keinen Funken Hoffnung mehr zu geben für die einst so blühende Metropole. Doch einer erhebt sich, Skulldigger, der in einem kleinen jungen, der seine Eltern auf tragische Weise verloren hat, das Potenzial sieht sein Sidekick zu werden. Ist das Duo Grimjim gewachsen und was verbindet ihn mit Skulldigger ? Welche Art Cop ist Amanda Reyes ? 

Ich muss sagen ich bin wirklich klasse in den Band gekommen, der schon relativ düster zu Beginn sich zeigt und auch eine sehr ernstes, aber auch sehr reales Bild zeigt, von der Welt, zu der sie geworden ist. Die Charaktere wirken alle als hätten sie Dreck am Stecken und wirken alle ebenfalls sehr vom Leben gezeichnet. Die einzelnen Origins, die hier verarbeitet wurden fand ich wirklich klasse und sie geben den einzelnen Charakteren wirklich sehr viel Tiefgang und Glaubwürdigkeit. Ich muss sagen die Origin von Skeleton Box erinnert teils schon ein wenig an die von Bruce Wayne, was ich ein interessanter Ansatz fand und ich muss sagen, hat mir gut gefallen. Gerade auch die Beziehungen untereinander sind wirklich toll und schaffen es einen den kompletten Band über zu fesseln. Gerade auch wie manche zueinander stehen, was man so nicht ganz absehen konnte fand ich klasse. 

Jeff Lemire liefert hier eine sehr schöne aber auch sehr düstere Story ab, die auch durch Amanda Reyes, als Detective einen tollen Kontrast zu den Helden bekommt und so schafft es Lemire hier eine tolle und starke Dame ins Licht gerückt, die mehr gegen Skulldigger vorgehen will, als ihre übrigen Kollegen. Auch so gefällt mir die Dame wirklich sehr undiszipliniert in meinen Augen eine Charakterin, die gerne noch mal vorkommen darf. 

Skulldigger war für mich am Anfang eher flach, ich fand ihn ziemlich cool von Beginn an, desto weiter aber die Story weitergeht desto mehr erfahren wir von Skulldigger und desto mehr ich über ihn erfahren habe und auch wenn man erfährt, wie Grimjim zu ihm steht. Grimjim bekommt zwar hier relativ wenig Background, trotzdem fand ich ihn große klasse. 

Tonci Zonjic liefert wirklich tolle Zeichnungen ab, wo einige Panels absolute Sahne sind und auch die Colorierungen haben mir sehr gut gefallen. Der gesamte Band ist in großen Teilen sehr dunkel von den Hintergründen gehalten, was die Stimmung sehr schön unterstreicht, denn das hier ist auch keine fröhliche freudige Story sondern eine dreckige Superhelden Geschichte und genau, dass unterstreichen die Zeichnungen. Die Panelführung hat mir hier sehr gut gefallen und gibt dem Band was eigenes und dynamisches. 

Jeff Lemire liefert als Autor hier eine raue und harte Superheldenstory ab, die von wirklichen starken Charakteren handelt. Es kommen hier keine tausend Charaktere vor, aber die die vorkommen haben einen tollen Tiefgang. Die Origin von Skeleton Boy erinnert ein wenig an die Origin von einer gewissen Fledermaus aus Gotham, die gleich zeigt, dass ist keine fröhliche Story, sondern eine, die zeigt, dass Heldenstories nicht immer Sonnenschein brauchen. Die Zeichnungen spiegeln genau, dass Widder und der Großteil ist eher etwas düster gehalten und liefern neben sehr dynamischen und schön anzusehenden Panels, Designs von Charakteren die einfach abliefern. Man fiebert mit und desto mehr man erfährt desto mehr schafft es der Band einen in seinen Bann zu ziehen. Lemire hat hier eine wirklich klasse Story abgeliefert und einen Band, den ich nur empfehlen kann. Skulldigger + Skeleton Boy bekommt von mir eine 10/10. 

Vielen Dank an den Splitter Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

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