Black Horizon 3 Schemot 

In Black Horizon 3 Schemot befreien die Rebellen die Unterdrückten von Kadingirra und stürzen Gouverneur Achab. Während die Überlebenden an Bord des Raumschiffs Schemot fliehen, droht auf Kepler eine neue Gefahr. Esther muss das Geheimnis des schwarzen Horizonts lüften, um das Überleben der Kolonisten zu sichern.

1. Ein packender Abschluss der Trilogie

Mit „Black Horizon 3: Schemot“ geht die Science-Fiction-Reihe aus dem Splitter Verlag in die letzte Runde. Philippe Pelaez und Benjamin Blasco-Martinez führen die Geschichte rund um die geheimnisvolle schwarze Mauer, die Kolonisten und die gesellschaftlichen Konflikte auf Kepler weiter. Dabei merkt man schnell, dass es hier um mehr geht als um ein gewöhnliches Weltraumabenteuer. Macht, Unterdrückung und die Zukunft der Menschheit spielen eine wichtige Rolle. Gerade diese Mischung hat mich von Anfang an neugierig gemacht und dafür gesorgt, dass ich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht.

2. Der Kampf gegen Unterdrückung

Besonders interessant finde ich die Entwicklung auf Kadingirra. Die Rebellen haben es endlich geschafft, die Unterdrückten zu befreien und Gouverneur Achab seine Macht zu nehmen. Damit scheint zunächst ein wichtiger Schritt in Richtung Freiheit geschafft zu sein. Doch wie so oft bedeutet der Sturz eines Machthabers nicht automatisch, dass alle Probleme verschwinden. Die Stadt versinkt im Chaos und die Überlebenden müssen sich überlegen, wie es weitergehen soll. Dieser Aspekt gefällt mir, weil er zeigt, dass eine Revolution zwar Veränderungen ermöglichen kann, aber gleichzeitig neue Schwierigkeiten mit sich bringt.

3. Eine Flucht mit ungewisser Zukunft

Mit der Flucht an Bord des gewaltigen Raumschiffs Schemot schlägt die Geschichte eine neue Richtung ein. Die Figuren lassen die zerstörte Stadt hinter sich und hoffen darauf, irgendwo eine bessere Zukunft aufbauen zu können. Allerdings ist schnell klar, dass sie ihren Problemen nicht einfach davonfliegen können. Die Bedrohung ist längst nicht verschwunden, und die Ereignisse auf Kepler lassen nichts Gutes erwarten. Genau diese Unsicherheit macht für mich einen großen Teil des Reizes aus. Man möchte wissen, ob die Figuren tatsächlich einen Neuanfang schaffen oder ob sie von ihrer Vergangenheit und den Geheimnissen ihrer Welt eingeholt werden.

4. Das Geheimnis des schwarzen Horizonts

Der schwarze Horizont bleibt das zentrale Element, das die gesamte Reihe zusammenhält. Schon in den vorherigen Bänden wurde deutlich, dass hinter dieser mysteriösen Barriere mehr steckt, als die Menschen zunächst vermuten. Im Abschlussband wird nun klar, dass die Wahrheit darüber entscheidend für das Überleben der Kolonisten ist. Besonders gefällt mir, dass die Geschichte ihre Science-Fiction-Elemente mit größeren Fragen verbindet. Was passiert, wenn Menschen mit etwas konfrontiert werden, das sie nicht verstehen? Und wie geht eine Gesellschaft mit einer Wahrheit um, die ihre bisherigen Vorstellungen infrage stellt? Dadurch bekommt das Abenteuer eine zusätzliche Ebene.

5. Esther im Mittelpunkt der Enthüllungen

Esther spielt im Finale eine wichtige Rolle, denn sie muss sich der Aufgabe stellen, den anderen die Wahrheit über den schwarzen Horizont zu erklären. Das sorgt für zusätzliche Spannung, weil Wissen in dieser Geschichte über Leben und Tod entscheiden kann. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig Vertrauen und ehrliche Kommunikation in einer Extremsituation sind. Die Figuren müssen Entscheidungen treffen, ohne genau zu wissen, welche Konsequenzen diese haben werden. Ich hätte mir bei manchen Entwicklungen allerdings noch etwas mehr Zeit gewünscht, um die einzelnen Charaktere und ihre Reaktionen ausführlicher kennenzulernen.

6. Anspruchsvolle Science-Fiction mit Tiefgang

Was „Black Horizon“ für mich von vielen anderen Science-Fiction-Comics unterscheidet, ist der gesellschaftliche Hintergrund. Die Geschichte beschäftigt sich mit Machtstrukturen, sozialer Ungleichheit und dem Umgang der Menschheit mit unbekannten Gefahren. Dazu kommen Anspielungen auf biblische Motive und wissenschaftliche Ideen, die dem Geschehen zusätzliche Bedeutung verleihen. Dadurch eignet sich der Comic nicht nur für Leser, die spannende Weltraumabenteuer mögen, sondern auch für diejenigen, die gerne über die Themen hinter einer Geschichte nachdenken. Dabei wird es durchaus düster, ohne dass die Handlung ihren Unterhaltungswert verliert.

7. Die Zeichnungen von Benjamin Blasco-Martinez

Auch optisch kann der Band überzeugen. Benjamin Blasco-Martinez setzt die futuristische Welt mit ihren gewaltigen Schauplätzen und der düsteren Atmosphäre eindrucksvoll in Szene. Besonders das gigantische Raumschiff und die zerstörte Stadt bieten Möglichkeiten für große, bildgewaltige Momente. Die Zeichnungen passen gut zur ernsten Grundstimmung und unterstreichen die Bedrohung, der sich die Figuren ausgesetzt sehen. Gerade bei einer Science-Fiction-Geschichte ist es wichtig, dass die Welt glaubwürdig wirkt und man sich als Leser in sie hineinversetzen kann. Das gelingt dem Artwork für mich sehr gut.

8. Ein hohes Tempo mit kleinen Schwächen

So sehr mich die Geschichte gefesselt hat, so deutlich fällt mir beim Lesen auch das Tempo auf. Mit nur 56 Seiten muss der Abschlussband zahlreiche Handlungsstränge zusammenführen, offene Fragen beantworten und gleichzeitig das Schicksal der Figuren klären. Das funktioniert grundsätzlich, aber manche Entwicklungen hätten gerne mehr Platz bekommen dürfen. Gerade weil die Welt und ihre Geheimnisse so interessant sind, hätte ich gerne noch mehr über die Hintergründe erfahren. Einige Szenen wirken dadurch etwas knapp, und bestimmte Wendungen können sich schneller anfühlen, als es der Geschichte eigentlich guttun würde.

9. Ein Finale, das gerne länger sein dürfte

Der größte Kritikpunkt ist für mich deshalb das Ende. Die Handlung hat mich wirklich gepackt, und ich wollte unbedingt erfahren, wie die Geschichte rund um den schwarzen Horizont ausgeht. Umso bedauerlicher ist es, dass der Abschluss vergleichsweise schnell kommt. Ich hätte mir mehr Zeit für die Auflösung, die Figuren und die Konsequenzen der Ereignisse gewünscht. Gerade bei einer Trilogie, die eine so ungewöhnliche Welt und interessante Themen aufgebaut hat, darf das Finale meiner Meinung nach ruhig etwas umfangreicher ausfallen. Trotzdem bleibt der Band für mich ein lesenswerter Abschluss, der die Stärken der Reihe noch einmal deutlich macht.

Fazit 

Insgesamt hat mir Black Horizon 3 Schemot gut gefallen. Die Geschichte verbindet Science-Fiction mit gesellschaftlichen Konflikten, einer düsteren Atmosphäre und einem Geheimnis, das sich durch die gesamte Reihe zieht. Besonders die Entwicklung rund um die Befreiung der Unterdrückten und die Flucht mit dem Raumschiff fand ich spannend.

Auch die Idee, hinter dem schwarzen Horizont eine Wahrheit zu verbergen, die über das Überleben der Kolonisten entscheidet, hat mich überzeugt. Dadurch bekommt das Abenteuer eine zusätzliche Spannungsebene, die über reine Action hinausgeht. Ich wollte wissen, was hinter all den Ereignissen steckt und welches Schicksal die Figuren erwartet.

Optisch ist der Band ebenfalls gelungen. Die Zeichnungen passen hervorragend zur futuristischen Welt und verleihen den Schauplätzen eine beeindruckende Wirkung. Zusammen mit der ernsten Stimmung entsteht ein Science-Fiction-Abenteuer, das sowohl visuell als auch inhaltlich einiges zu bieten hat. Die Geschichte hätte für mich gerne länger sein dürfen, denn gerade die Auflösung und die Konsequenzen der Ereignisse hätten mehr Raum verdient.

Der Band hat mich gefesselt und bietet einen interessanten Abschluss der Trilogie. Ich hätte mir zwar ein ausführlicheres Finale gewünscht, aber insgesamt ist Black Horizon eine Reihe, die sich lohnt.

Vielen Dank an den Splitter Verlag für die Bereitstellung des rezens

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