Avengers 1 Die unmögliche Stadt

Captain Marvel führt ein neues Avengers-Team an mit Iron Man, Captain America, Scarlet Witch, Vision, Black Panther und Thor. Gemeinsam stellen sie sich Kangs düsteren Prophezeiungen und einer außerirdischen Bedrohung, die Städte verwüsten will.
Ein neuer Anfang für die mächtigsten Helden der Erde
Mit Avengers Paperback Die unmögliche Stadt startet eine neue Ära für Marvels legendäres Superheldenteam. Autor Jed MacKay, bekannt für seine Arbeiten an Doctor Strange und Spider-Man, übernimmt das Ruder und verspricht eine actiongeladene Saga. An seiner Seite stehen Künstler wie C.F. Villa und Ivan Fiorelli, die mit dynamischen Panels und intensiven Farben die Avengers in Szene setzen. Doch kann dieses neue Team den hohen Erwartungen gerecht werden? Gerade wenn wir uns von MacKay Moon Knight anschauen, den ich persönlich sehr gelungen finde.
Das Avengers-Team: Altbewährte Helden mit neuer Energie
Captain Marvel übernimmt die Führung und stellt ein klassisches, aber effektives Team zusammen: Iron Man, Captain America, Scarlet Witch, Vision, Black Panther und Thor. Diese Zusammensetzung fühlt sich vertraut an, gleichzeitig verleiht MacKay jedem Charakter eine frische Dynamik. Besonders die Chemie zwischen Carol Danvers und Tony Stark sorgt für einige unterhaltsame Dialoge, während Thor und Vision für die epischen Momente zuständig sind. Gerade auch die einzelne Gegner, die sich hier den Avengers entgegenstellen lassen perfekt zu den Kräften des jeweiligen Helden und man erzeugt dadurch auch eine spannende Atmosphäre.
Die Bedrohung: Ein kosmisches Rätsel und alte Feinde
Der Fokus liegt zu erst auf Kang, was den Einstieg sehr spannend macht in meinen Augen und auch so gut funktioniert. ÜGleich zu Beginn wird klar, dass die Avengers keine Zeit für einen sanften Einstieg haben. Der außerirdische Graue Verbund, eine bedrohliche Organisation, hat es auf einige der größten Städte der Welt abgesehen. Doch damit nicht genug – Kang der Eroberer meldet sich mit düsteren Prophezeiungen, die die Helden vor große Herausforderungen stellen. MacKay gelingt es, eine vielschichtige Bedrohung aufzubauen, die nicht nur physisch, sondern auch strategisch anspruchsvoll ist.
Action und Storytelling: Ein wilder Ritt durch Raum und Zeit
Die Story hält sich nicht mit langen Erklärungen auf. Schon nach wenigen Seiten befinden sich die Avengers mitten in der Action. Die Kämpfe sind dynamisch inszeniert und profitieren von Villas und Fiorellis spektakulärer Kunst. Besonders beeindruckend sind die zerstörerischen Angriffe des Grauen Verbunds auf verschiedene Städte, die in eindrucksvollen Splash-Pages dargestellt werden. Gleichzeitig bleibt genug Raum für Charaktermomente, die den Figuren Tiefe verleihen.
Zeichnungen und Inszenierung: Kino-Feeling auf Comic-Seiten
Visuell überzeugt Die unmögliche Stadt auf ganzer Linie. Die Künstler schaffen es, die epischen Kämpfe mit einer cineastischen Wucht darzustellen, die sich fast wie ein Blockbuster anfühlt. Die Farben sind kräftig, die Action ist klar strukturiert, und jede Figur hat ihre eigene visuelle Präsenz. Besonders hervorzuheben sind die Darstellungen von Scarlet Witchs Magie und Thors Donnerschlägen, die mit leuchtenden Effekten in Szene gesetzt werden.
Einsteigerfreundlich oder nur für Veteranen?
Marvel preist diesen Band als idealen Einstieg für neue Leser an und tatsächlich gelingt es MacKay, die Avengers ohne allzu viele Vorkenntnisse verständlich zu präsentieren. Zwar gibt es Anspielungen auf frühere Ereignisse, aber die Kernhandlung ist auch für Neulinge gut nachvollziehbar. Fans, die mit Kang oder dem Grauen Verbund nicht vertraut sind, könnten anfangs etwas verwirrt sein, doch die Story liefert genug Kontext, um sich zurechtzufinden.
Das Tempo: Atemlos oder ausgewogen?
Der Band bietet eine rasante Erzählweise, die kaum Zeit zum Durchatmen lässt. Während das für Action-Fans ein Pluspunkt ist, könnten Leser, die mehr auf Charakterentwicklung setzen, etwas zu kurz kommen. Die Dialoge sind pointiert, aber manchmal wäre eine ruhigere Szene zwischen den Schlachten wünschenswert gewesen. Dennoch gelingt es MacKay, die Balance zwischen Spektakel und Story insgesamt gut zu halten.
Fazit: Ein kraftvoller Auftakt mit kleinen Schwächen
Mit Die unmögliche Stadt liefert Jed MacKay einen gelungenen Start für die neuen Avengers. Die Kombination aus klassischem Team, Bedrohung und rasantem Storytelling sorgt für ein unterhaltsames Leseerlebnis. Besonders die dynamischen Zeichnungen von Villa und Fiorelli verleihen dem Band eine beeindruckende visuelle Kraft. Die Action ist sehenswert , die Figuren sind gut getroffen, und die Bedrohung fühlt sich ernst an. Allerdings gibt es auch kleinere Kritikpunkte. Die Geschichte könnte stellenweise etwas mehr Atempausen vertragen, um den Figuren noch mehr Tiefe zu geben. Die Antagonisten sind bedrohlich, aber der Graue Verbund bleibt in diesem Band noch etwas blass, hier wäre eine stärkere Charakterisierung wünschenswert gewesen. Dennoch sorgt Kangs Beteiligung für eine interessante Meta-Ebene, die auf größere Entwicklungen hindeutet. Für neue Leser bietet der Band einen guten Einstieg, auch wenn einige Details für komplette Neulinge erklärungsbedürftig sein könnten. Insgesamt ist Avengers 1 Die unmögliche Stadt ein vielversprechender Auftakt, der mit Action, ikonischen Helden und einer spannenden Bedrohung überzeugt. Falls MacKay in den kommenden Ausgaben noch etwas mehr Raum für Charakterentwicklung und eine tiefere Antagonisten-Darstellung findet, könnte diese Serie ein absolutes Highlight werden.
Vielen Dank an Panini Comics für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Vielen Dank an Panini Comics für die Bere des Rezensionsexemplars.
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