Blood Hunt: Spider-Man/Black Panther

Spider-Man, Misty Knight und Lizard kämpfen gegen Vampire, um Morbius und Colleen Wing zu retten. Der vampirisierte Black Panther folgt in Wakanda einer Mission für Blade.
Vampire, Superhelden und ein finsteres Marvel-Event
Ein düsteres Kapitel im Marvel-Universum
Marvels Blood Hunt Event stellt die Welt der Superhelden vor eine blutige Herausforderung: Die Vampire haben die Finsternis über die Erde gebracht und gehen auf Beutezug. Während einige Helden in panischen Abwehrkämpfen stecken, ergeben sich für andere unerwartete Allianzen und neue Rollen. Die beiden Miniserien Blood Hunt: Spider-Man und Blood Hunt: Black Panther beleuchten die Ereignisse aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven.
Während Spider-Man gemeinsam mit Misty Knight und Lizard gegen die Blutsauger kämpft und dabei auf Fragen sowie alte Feinde trifft, geht Black Panther als frisch verwandelter Vampir auf eine Mission in Wakanda. Beide Geschichten liefern intensive Action, emotionale Momente und spannende Charakterentwicklungen, doch wie gut funktioniert das Ganze in der Praxis?
Spider-Man: Netzschwinger gegen Blutsauger
In der ersten Miniserie nimmt Spider-Man eine zentrale Rolle ein, allerdings nicht allein. Neben ihm kämpfen Misty Knight, Lizard und eine Reihe anderer Charaktere gegen die Bedrohung der Vampire. Besonders interessant ist hierbei, dass Morbius, der selbst ein Vampir ist, in Gefahr gerät. Diese Dynamik ein Monster, das vor anderen Monstern gerettet werden muss gibt der Geschichte eine besondere Würze.
Autorin Justina Ireland fängt das typische Spider-Man-Feeling ein: Peter Parker ist witzig, schlagfertig und hat selbst in den düstersten Momenten einen lockeren Spruch auf den Lippen. Gleichzeitig wird er aber auch mit ernsten Fragen konfrontiert: Wie weit darf er gehen, um das Unausweichliche zu verhindern? Kann er sich auf seine ungewöhnlichen Verbündeten verlassen?
Black Panther: Ein König unter Vampiren
Die zweite Miniserie wirft einen völlig anderen Blick auf das Blood HuntSzenario. T’Challa, der Black Panther, wurde selbst in einen Vampir verwandelt und steht damit vor einer seiner schwersten Herausforderungen. Seine Loyalitäten, seine Identität und seine Verbindung zu den Göttern Wakandas werden auf die Probe gestellt.
Hier zeigt Autorin Cheryl Lynn Eaton eine ganz neue Seite von T’Challa. Statt der ruhigen, besonnenen Führungsfigur erleben wir einen innerlich zerrissenen Krieger, der zwischen Kontrolle und Blutdurst schwankt. Besonders spannend ist sein Auftrag für Blade, der sich mit den Göttern Bast und Khonshuverknüpft eine mystische Komponente, die die Geschichte von der klassischen Vampirjagd abhebt.
Zeichnungen: Dunkel, brutal und atmosphärisch
Die beiden Zeichner Marcelo Ferreira und Farid Karami liefern beeindruckende Bilder, die den düsteren Ton des Events perfekt einfangen. Ferreira, der sich um Spider-Man kümmert, setzt auf eine Mischung aus dynamischer Action und grotesken, vampirischen Schreckensmomenten. Besonders die Kämpfe gegen die Blutsauger sind brutal inszeniert, ohne jedoch die Energie und Beweglichkeit von Spider-Man zu vernachlässigen.
Karami, der für Black Panther verantwortlich ist, geht es noch finsterer an. Seine Panels sind oft von Schatten durchzogen, und die Darstellungen von Wakanda unter der Vampirbedrohung wirken beinahe apokalyptisch. Besonders eindrucksvoll ist die Art und Weise, wie er Black Panthers Transformation visuell darstellt zwischen animalischer Wildheit und verzweifelter Kontrolle.
Stärken und Schwächen der Storys
Die größte Stärke der beiden Miniserien liegt in der unterschiedlichen Herangehensweise an das gemeinsame Thema. Spider-Mans Geschichte ist klassischer gehalten und setzt auf Action, Teamdynamik und moralische Dilemmata. Black Panthers Erzählung hingegen ist persönlicher, düsterer und mystischer, was ihr eine besondere Tiefe verleiht.
Allerdings gibt es auch einige Schwächen. Während die Spider-Man-Story stellenweise vorhersehbar verläuft und sich an bekannten Formeln orientiert, könnte Black Panthers Geschichte für einige zu abstrakt oder zu langsam sein. Gerade die religiösen und mythischen Elemente erfordern Aufmerksamkeit und Interesse an der tieferen Marvel-Mythologie.
Fazit: Lohnt sich Blood Hunt Spider-Man/Black Panther?
Marvels Blood Hunt Event bringt die dunklen Seiten des Universums ans Licht oder besser gesagt in die Finsternis. Die beiden Miniserien Blood Hunt: Spider-Man und Blood Hunt: Black Panther zeigen zwei völlig unterschiedliche Blickwinkel auf dieselbe Bedrohung, was sie zu einer spannenden Ergänzung des Hauptevents macht. Spider-Man-Fans bekommen eine actiongeladene Vampirjagd mit dem typischen Humor und Charme von Peter Parker. Wer gerne Team-Ups, schnelle Kämpfe mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Besonders gelungen ist die Art, wie Morbius und Lizard in die Geschichte integriert werden.Black Panthers Erzählung ist hingegen deutlich tiefgründiger und atmosphärischer. Sie setzt sich intensiver mit der Frage auseinander, was es bedeutet, in ein Monster verwandelt zu werden, und verwebt das Ganze mit der Mythologie Wakandas. Wer sich auf eine etwas tragischere Geschichte einlassen kann, findet hier ein spannendes Kapitel vor.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer das Blood Hunt Event vollständig erleben will, sollte diese Miniserien definitiv mitnehmen. Sie ergänzen das große Ganze und bieten sowohl für Fans von Spider-Man als auch von Black Panther genug spannende Momente. Zwar haben beide Geschichten ihre kleinen Schwächen, doch insgesamt liefern sie genau das, was man sich von einem düsteren Marvel-Event erhofft: Action, Drama und jede Menge Blut.
Vielen Dank an Panini Comics für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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