Time before time 3

Nadias, Tatsuos und Kevins Flucht führt sie tiefer in die Zukunft, während Kopfgeldjäger und alte wie neue Feinde näherkommen. Zugleich müssen sie die Geheimnisse des Arcola-Instituts entschlüsseln, bevor es zu spät ist.

Ein gefährlicher Zeitsprung

Mit dem dritten Band der Reihe Time Before Time geht die temporeiche Mischung aus Science-Fiction, Crime-Drama und Zeitreise-Abenteuer in die nächste Runde. Und wieder einmal wird deutlich: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lassen sich nicht so leicht voneinander trennen vor allem nicht, wenn Kopfgeldjäger mit im Spiel sind und vor allem den den man hier einführt, der hat definitiv einen spannenden Background. 

Auf der Flucht durch die Jahrhunderte

Nadia, Tatsuo und Kevin haben schon einiges überstanden, doch diesmal verschlägt es sie weiter in die Zukunft, als sie es sich je hätten vorstellen können. Anstatt sich in Sicherheit zu wiegen, finden sie sich erneut im Fadenkreuz mächtiger Gegner wieder allen voran den gefährlichsten Kopfgeldjägern des 25. und 33. Jahrhunderts. Was mir hier besonders gut gefällt ist, dass Tatsuo weiß dass es zu Ende geht und er so wirkt es für mich, zwar eine Heilung sucht aber sich sein Schicksal bereits ergeben hat. 

Das Arcola-Institut im Schatten

Im Zentrum der Handlung steht diesmal das geheimnisvolle Arcola-Institut, eine Organisation, deren Absichten noch immer nicht vollständig durchschaubar sind. Der Comic baut geschickt Spannung auf, indem er die Figuren immer wieder mit Puzzleteilen konfrontiert, die ein größeres Bild andeuten aber nie sofort preisgeben, wohin die Reise wirklich führt.

Alte und neue Feinde

Ein großer Reiz dieser Serie ist die ständige Unsicherheit: Wer ist Freund, wer ist Feind? In diesem Band werden alte Rivalitäten neu entfacht, während gleichzeitig frische Bedrohungen auftauchen. Dadurch bleibt die Geschichte dynamisch, unvorhersehbar und sorgt dafür, dass man nie wirklich entspannen kann.

Atmosphärische Bilderwelten

Optisch überzeugt Time Before Time 3 erneut mit einem rauen, kantigen Stil, der perfekt zu der düsteren Grundstimmung passt. Die Panels sind oft dicht und beklemmend, was die permanente Bedrohung noch verstärkt. Gleichzeitig gibt es immer wieder Szenen mit beeindruckenden Zukunftsvisionen, die zeigen, wie kreativ und vielseitig das Setting gedacht ist.

Figuren mit Ecken und Kanten

Nadia, Tatsuo und Kevin sind keine strahlenden Helden, sondern Figuren voller Zweifel, Fehler und Vergangenheit. Genau das macht sie so greifbar. Besonders interessant ist, wie ihre unterschiedlichen Motive und Loyalitäten immer wieder aneinander geraten manchmal zum Vorteil, manchmal zur Katastrophe.

Spannung durch Zeitreisen

Zeitreisen sind im Storytelling oft ein zweischneidiges Schwert – entweder sie wirken konstruiert oder sie werden kreativ genutzt. Time Before Time meistert den Balanceakt ziemlich gut: Die Zeitsprünge sind nicht bloß ein Gimmick, sondern treiben die Handlung an, eröffnen neue Konflikte und halten die Figuren ständig unter Druck.

Ein Kapitel, das Lust auf mehr macht

Band 3 fühlt sich wie ein wichtiger Wendepunkt an. Manche Geheimnisse lüften sich, neue Fragen tauchen auf, und insgesamt steigert sich das Gefühl, dass alles auf ein größeres Finale hinausläuft. Gerade das Spiel zwischen Offenbarung und Verwirrung macht den Reiz dieses Kapitels aus. Das Ende ist meiner Meinung nach zum einen offen und zum anderen ein böser Cliffhanger. 

Fazit

Time Before Time 3 ist ein packender Mix aus Science-Fiction, Noir-Atmosphäre und Action, der die Reihe konsequent weiterführt. Besonders die Jagd durch verschiedene Jahrhunderte sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Die Spannung sitzt von der ersten bis zur letzten Seite. Die größte Stärke liegt aber in der Balance zwischen den Figuren und Sci-Fi-Elementen. Es geht nicht nur darum, durch die Zeit zu springen, sondern auch um die Beziehungen, Zweifel und Ängste der Figuren und die Folgen des Springens. Dadurch bleibt die Geschichte nahbar, auch wenn das Setting extrem futuristisch ist.

Optisch ist der Band ebenso stark wie seine Vorgänger. Der raue Stil passt perfekt zum Thema und verleiht der Erzählung eine Atmosphäre, die an klassische Crime-Comics erinnert nur eben in einer völlig anderen, zeitlich gesprengten Dimension.

Natürlich lässt Time Before Time 3 noch viele Fragen offen, doch genau das macht Lust auf den nächsten Band. Statt alles sofort aufzulösen, steigert das Autorenteam die Spannung und hält die Leser in Atem.

Unterm Strich ist dieser Band ein Pflichtkauf für alle, die schon mit Teil 1 und 2 eingestiegen sind. Aber auch Neulinge, die düstere Sci-Fi mit einem Hauch von Thriller mögen, werden hier bestens abgeholt.

Vielen Dank an den Skinless Crow Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

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