Death Dealer Buch 2

Verflucht vom Death Dealer, landet Barbar Kur in der gefrorenen Hölle und muss alles riskieren, um die Seele eines unschuldigen Kindes zu retten.
Ein dunkler Fluch und ein tödlicher Auftrag
Mit Death Dealer 2 setzt das Team um Mitch Iverson und die Künstler Esau und Isaac Escorza sowie Diego Yapur die düstere Saga um den ikonischen Death Dealer fort. Die Geschichte führt den verfluchten Krieger Barbar Kur in eine gefrorene Hölle, wo er sich seiner schwersten Herausforderung stellen muss: die Seele eines unschuldigen Kindes zu retten, ein Kind, das er selbst in diese Misere gebracht hat. Doch Erlösung ist in dieser gnadenlosen Welt selten, und Kur muss nicht nur gegen grausame Feinde, sondern auch gegen seine eigene dunkle Vergangenheit kämpfen.
Epische Fantasy mit düsterer Atmosphäre
Schon der erste Band von Death Dealer bestach durch seine kompromisslose, raue Fantasy-Welt, die von Frank Frazettas ikonischen Designs inspiriert wurde. Auch in diesem zweiten Teil bleibt das kreative Team dieser Tradition treu und erschafft eine Atmosphäre, die sich irgendwo zwischen Conan dem Barbaren, Heavy Metal und düsteren nordischen Sagen bewegt. Die eisige Kulisse verstärkt das Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Gefahr, während Kur sich seinen blutigen Weg bahnt. Gerade auch die jungen Jahre von Kur fand ich hier wirklich erfrischend und ein tolles Element innerhalb der Geschichte.
Brutale Action und gnadenlose Kämpfe
Wer auf rohe, ungeschönte Fantasy-Action steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Kampfszenen sind spektakulär inszeniert und setzen auf eine Mischung aus überlebensgroßer Heroik und verstörender Brutalität. Kur ist kein strahlender Held, sondern eine von Flüchen und Schuld zerfressene Kampfmaschine, die sich dennoch bemüht, einen Funken Menschlichkeit zu bewahren. Jede Schlacht fühlt sich hart und intensiv an, und die Gegner sind nicht nur körperlich bedrohlich, sondern auch von dunkler Magie durchdrungen.
Zeichnungen, die Frazettas Vermächtnis gerecht werden
Die Künstler Esau und Isaac Escorza sowie Diego Yapur liefern beeindruckende Arbeit ab. Ihre Zeichnungen sind dynamisch, detailverliebt und fangen die rohe Kraft der Frazetta-Ästhetik perfekt ein. Besonders die frostige Umgebung wird visuell großartig umgesetzt: Schneestürme, zerklüftete Berge und düstere Schattenwelten verleihen der Geschichte eine beinahe albtraumhafte Qualität. Auch die Charaktere sind hervorragend gestaltet, mit ausdrucksstarken Gesichtern und Körperhaltungen, die ihre innere Zerrissenheit widerspiegeln.
Ein Held, der keiner sein will
Barbar Kur ist ein faszinierender Protagonist. Er ist nicht der typische strahlende Fantasy-Krieger, sondern ein gezeichneter Mann, der mehr Fragen als Antworten mit sich trägt. Seine Reise in die gefrorene Hölle ist nicht nur ein physischer Überlebenskampf, sondern auch eine spirituelle Prüfung. Kann er seine eigenen Fehler wiedergutmachen? Ist Erlösung überhaupt möglich? Diese moralischen Fragen geben der Geschichte eine unerwartete Tiefe.
Einfluss von Mythologie und dunkler Fantasy
Die Welt von Death Dealer 2 ist durchzogen von mythologischen Einflüssen. Es gibt Anklänge an nordische Legenden, dämonische Beschwörungen und die klassische Vorstellung eines Kriegers, der von einem Fluch verfolgt wird. Diese Mischung verleiht der Geschichte eine fast schon biblische Wucht, in der der Tod allgegenwärtig ist und jede Entscheidung schwer wiegt.
Dialoge, die nicht zu viel verraten
Das Drehbuch von Mitch Iverson setzt eher auf knappe, prägnante Dialoge als auf lange Monologe oder Erklärungen. Vieles bleibt unausgesprochen, was die Atmosphäre nur noch dichter macht. Es gibt kein endloses Geschwätz, stattdessen sprechen die Bilder und die Taten der Charaktere für sich.
Eine brutale, aber lohnenswerte Reise
Frank Frazettas Death Dealer 2 ist nichts für zarte Gemüter. Die Geschichte ist düster, brutal und verzichtet auf jede Form von Schönfärberei. Doch genau das macht ihren Reiz aus. Wer klassische Sword-&-Sorcery-Fantasy mit einem nihilistischen Unterton mag, wird hier bestens bedient. Das Artwork allein macht den Band zu einem Erlebnis. Die Zeichnungen sind kraftvoll, detailliert und fangen die Gewalt und Tragik der Geschichte perfekt ein. Besonders beeindruckend ist die Art, wie Licht und Schatten eingesetzt werden, um eine bedrohliche, fast surreale Stimmung zu erzeugen. Auch erzählerisch kann der Comic überzeugen. Zwar ist die Story im Kern simpel, ein Krieger, ein Fluch, eine Mission, doch die Charaktertiefe und die düstere Atmosphäre machen sie zu weit mehr als nur einer plumpen Action-Geschichte. Gerade ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit von Kur war definitiv mal was anderes. Es geht um Schuld, Reue und die Frage, ob es in einer gnadenlosen Welt noch Platz für Erlösung gibt. Für Fans von Frank Frazetta, Conan dem Barbaren oder düsterer Fantasy im Stil von Berserk ist Death Dealer 2 eine Empfehlung. Die Kombination aus packender Action, Kunst und einer mitreißenden Story macht ihn zu einem tollen Erlebnis. Kurz gesagt: Ein blutiges, eiskaltes und episches Abenteuer, das Frazettas Vermächtnis alle Ehre macht.
Vielen Dank an Cross Cult für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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