Kijin Gentosho Dämonenjäger 6

Auf einem Markt in Asakusa erhält Natsu eine Haarnadel von dem geheimnisvollen Akitsu. Kaum steckt sie sie an, verliert sie das Bewusstsein und erwacht wie verwandelt. Jinya macht sich auf die Suche nach Akitsu, um das Rätsel zu lösen …
Mit dem sechsten Band von Kijin Gentosho Dämonenjäger setzt Motoo Nakanishi seine fesselnde Mischung aus historischem Fantasy, Action und Horror fort. Diesmal steht eine geheimnisvolle Haarnadel im Mittelpunkt, die nicht nur Natsus Leben, sondern auch einen spannenden Weg aufmacht. Die Handlung bleibt spannend, die Charaktere entwickeln sich weiter, und die düstere Atmosphäre zieht einen direkt in die Geschichte hinein. Doch kann Band 6 mit seinen Vorgängern mithalten?
Ein mysteriöses Schmuckstück mit gefährlichen Folgen
Die Geschichte nimmt ihren Anfang auf einem Markt in Asakusa, wo Natsu eine kunstvolle Haarnadel von einem undurchsichtigen Handwerker namens Akitsu erhält. Nichtsahnend steckt sie sich das Schmuckstück ins Haar und verliert augenblicklich das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kommt, scheint sie nicht mehr dieselbe Person zu sein. Ihre Stimme, ihr Verhalten, sogar ihre Ausstrahlung haben sich verändert, was für ihr Umfeld mehr als verstörend ist.
Jinya erkennt schnell, dass hier mehr als nur eine einfache Ohnmacht am Werk ist. Er macht sich auf die Suche nach Akitsu, doch je weiter er in dessen Vergangenheit eintaucht, desto unheimlicher und gefährlicher werden die Hinweise. Was hat es mit der Haarnadel auf sich? Und kann er Natsu noch retten, bevor es zu spät ist? Fand ich an für sich spannend geschrieben und zugleich geht man hier für mich auch gute Wege insgesamt.
Spannung und Atmosphäre: Dunkle Legenden und gefährliche Wahrheiten
Motoo Nakanishi versteht es meisterhaft, eine dichte und düstere Atmosphäre zu erschaffen. Die belebten Straßen von Asakusa stehen im starken Kontrast zu der immer bedrückender werdenden Stimmung, die sich mit Natsus Veränderung verbreitet. Der Manga arbeitet mit schaurigen Andeutungen, mystischen Legenden und einer stetig wachsenden Bedrohung, die sich langsam aber unaufhaltsam aufbaut.
Besonders spannend ist, wie Nakanishi historische Elemente mit Fantasy verwebt. Die Geschichte fühlt sich greifbar an, fast als könnte sie sich wirklich in Japans Vergangenheit abgespielt haben. Die Haarnadel ist nicht nur ein zufälliges magisches Objekt, sondern scheint eine tiefere Bedeutung zu haben, eine, die mit alten Flüchen und dunklen Ritualen verbunden ist.
Charakterentwicklung: Natsu und Jinya im Fokus
Während sich die vorherigen Bände oft um Jinya und seine Kämpfe gegen Dämonen drehten, rückt diesmal Natsu stärker in den Mittelpunkt. Ihre plötzliche Veränderung ist nicht nur ein Schock für ihre Freunde, sondern auch eine emotionale Herausforderung für sie selbst. Ist sie noch sie selbst? Oder hat die Haarnadel etwas in ihr geweckt, das schon immer in ihr schlummerte?
Jinya hingegen zeigt eine neue Seite von sich. Während er sonst oft als entschlossener Kämpfer dargestellt wird, sieht er sich hier mit einem Gegner konfrontiert, den er nicht einfach mit seinem Schwert besiegen kann. Er muss sich auf seine Instinkte und seinen Verstand verlassen, um das Rätsel um Akitsu zu lösen.
Der Blick in die heutige Zeit
Was mir hier ebenfalls gefällt ist, dass man hier etwas mehr in der Zeit vorangeht, dabei ist man wieder mal in der heutigen Zeit. Jinya selbst ist dort ein Schüler, man bleibt da auch schön meiner Meinung nach mit allem noch etwas hinter dem Berg, bin aber auch gespannt wann man den großen Sprung vollbringt.
Zeichenstil: Detailreich und ausdrucksstark
Wie schon in den vorherigen Bänden überzeugt Kijin Gentosho Dämonenjäger 6 mit einem beeindruckenden Zeichenstil. Nakanishi setzt Licht und Schatten geschickt ein, um die unheimliche Atmosphäre zu verstärken. Besonders Natsus veränderte Mimik ist beunruhigend gut getroffen ihre Augen wirken fremd, ihr Lächeln falsch, und genau das macht ihre Verwandlung so verstörend.
Auch die Action-Szenen sind dynamisch und mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Obwohl dieser Band weniger Kämpfe enthält als seine Vorgänger, sorgt die dichte Erzählweise dafür, dass keine Sekunde langweilig wird.
Fazit: Ein spannender, atmosphärischer Band mit starken Mystery-Elementen
Kijin Gentosho Dämonenjäger 6 bietet eine spannende Mischung aus Mystery, Horror und Historie, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Besonders die Geschichte um Natsu und die Haarnadel sorgt für gute Unterhaltung, da sie weniger auf offene Kämpfe als auf unterschwelligen Horror und Spannung setzt. Natsu durchlebt eine drastische Veränderung, die nicht nur sie selbst, sondern auch ihr Umfeld herausfordert. Auch stilistisch bleibt Motoo Nakanishi auf hohem Niveau. Die Zeichnungen sind ausdrucksstark und tragen perfekt zur düsteren Atmosphäre bei.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Handlung an manchen Stellen etwas zu langsam voranschreitet. Während die Spannung konstant hoch bleibt, hätte man sich an einigen Stellen vielleicht eine schnellere Auflösung gewünscht. Alles in allem ist Band 6 eine gelungene Fortsetzung, die vor allem Fans von Mystery und düsterer Atmosphäre begeistern wird. Was mir ebenfalls gefallen hat, war der kleine Ausflug in die moderne Zeit und da bin ich gespannt wann die Handlung komplett in die moderne Zeit abwandert.
Vielen Dank an Panini Comics für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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